Essen oder nicht essen – Wenn „Ernährungsfakten“ wahnsinnig machen

Zum Lehrinhalt meines Studiums zur Präventologin gehört auch das große Thema „Ernährung“. Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich mich recht viel mit meiner Ernährung bzw. der meiner Familie beschäftige. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich wahnsinnig gerne vegan esse, meine Tochter eher meistens vegetarisch und mein Mann ein bunter „Allesverwerter“ ist 😉 Natürlich habe ich mich daher auf dieses Thema besonders gefreut … naja bis das Thema dann an der Reihe war …

Sorgfältig studierte ich meine Unterlagen (wobei ich es hätte belassen sollen) und schaute auch so noch im großen weiten Internet nach weiteren Quellen und Belegen (ein absoluter Fehler). Gefühlt gibt es auf dieser Erde schier unendlich viele Ernährungsfachmenschen, die alle die absolute Wahrheit gebucht haben. Pläne, Tabellen, Studien und – meine Lieblinge – Videos von renommierten Doktoren, Professoren und Coaches. Alle sind sie weltbekannt – naja fast, denn ich hatte bis dahin noch von keinem dieser Menschen gehört.

Studien werden herangezogen und widerlegt … wie ich finde, ein ganz normaler Prozess. Und sicherlich hat sich so auch schon die ein oder andere „Tatsache“ als Irrtum herausgestellt. Zwei Dinge sind mir jedoch extrem aufgefallen, die eine konnte ich mit einem Schmunzeln wahrnehmen, die andere fand ich wirklich erschütternd:

  1. Ernährungstrends sind ware „Menschenmagneten“
    Auf das Thema „Superfoods“ sind innerhalb kürzester Zeit irrsinnig viele Menschen aufgesprungen. Immer wieder neue Lebensmittel wurden in den Olymp der Superfoods aufgenommen, wurden teilweise sogar als „Medizin“ bezeichnet. Wahre Wundermittel gegen Krebs, Diabetes und natürlich für eine tolle Figur/Haut/Haare/Nägel. Je nach Publikum wurden die entsprechenden Vorzüge ausführlich gepriesen.
  2. Meinungsäußerung heißt „vogelfrei sein“
    Bist Du heute so wahnsinnig und äußerst Deine Meinung oder kritische Frage sachlich unter ein Youtube-Video oder Facebook-Beitrag, kannst Du Dir sicher sein, dass die erste Beschimpfung und Verunglimpfung nicht lange auf sich warten lässt. Für den Fall, dass Du damit eine wahre Lawine an unsachlicher Kritik ausgelöst hast, hast Du dann auch schon den passenden Begriff dafür: „Shitstorm“. Jeder darf jeden beleidigen und – wenn sonst nichts mehr hilft – auch gerne mal denunzieren.

Fazit

Wie gesagt, zum ersten Punkt kann ich noch schmunzeln. Es ist ja auch noch nicht allzu lange her, da bin ich in diesem Strom fleißig mit geschwommen. Doch weder ein Ernährungsplan oder irgendwelche ominösen Mittelchen haben jemals wirklich gut zu mir gepasst. Heute lese ich die neuen Trends immer mal wieder mit und wenn irgendetwas für mich logisch und interessant klingt, dann informiere ich mich näher darüber. Dabei schaue ich, dass meine Quellen so unabhängig wie möglich sind.

Beim zweiten Punkt kämpfe ich immer wieder mit mir. Eigentlich vermeide ich es, kritische Meinung/Fragen unter fremde Beiträge zu setzen … manchmal kann ich jedoch nicht anders. Die ein oder andere kleine Shit-Windböhe ist da bereits über mich hereingebrochen aber ok. Lese ich heftige Verleumdungen oder Beleidigungen melde ich es den Portalen. Nicht immer habe ich den Eindruck, dass sich dort wirklich darum gekümmert wird aber meinem Bauch geht es damit deutlich besser.

So funktioniert Ernährung – das Geheimrezept

Nun schaue ich mal ganz wichtig hinter meiner Lesebrille hervor, rücke meine weiße Bluse etwas zurecht und sage (vielleicht zähle ich dann auch zu diesen „Weltberühmtheiten“):

Es gibt kein allgemein gültiges Geheimrezept!

So lange Du die Dinge achtsam, bewusst und wirklich gerne tust, passt das schon zu 70%! Hole Dir kompetente und vertrauenswürdige Hilfe, wenn Du mit Dir, Deiner Ernährung oder den Folgen Deiner Ernährung nicht zufrieden bist. Es gibt hier nur EIN Geheimrezept für DEINE Ernährung: Nämlich DEIN Geheimrezept.

Und das ist Unseres

Da ich bei uns die Köchin bin, gibt es meistens vegane/vegetarische Gerichte. Auf Wunsch bereite ich aber auch Fleisch zu (so lange ich das nicht 5 mal in der Woche tun muss). Bei der Auswahl der Lebensmittel bevorzuge ich saisonale und regionale Zutaten – aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel (interessanter Fakt: Seitdem mein Mann weiß, wieviel fair geschlachtetes Fleisch kostet, isst er deutlich weniger davon. Manchmal hilft es halt, die Männer den  Wocheneinkauf bezahlen zu lassen). Gekauft wird meistens im kleinen Familienbio-Laden im Ort und für die restlichen Besorgungen besuche ich meinen Lieblings-Supermarkt. Bei uns gibt es Obst und Gemüse aber auch Schokolade und Kuchen … soweit es geht, wird alles frisch selbst gekocht/gebacken. Pläne, Regeln oder Tabellen gibt es nicht. Reicht mal die Zeit nicht, gibt es auch mal ein TK-Gericht.

So und nun bin ich gespannt, welche Kommentare hier kommen …. 😉

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